KI im GesundheitswesenWichtig
Die Ratingagentur erwartet, dass Regulatoren bei Ablehnungen von Kostengutsprachen weiterhin eine menschliche Prüfung verlangen. Das begrenzt die Effizienzgewinne der KI. Im neuen KI-Stresstest von Fitch schneiden Krankenversicherer mit tiefem Disruptionsrisiko ab, aber KI-optimierte Codierung auf Seite der Leistungserbringer treibt die Kosten bereits leicht.
KI im Gesundheitswesen
Das Start-up Clairity bietet seine KI-Risikoprognose auf Basis von Mammografiebildern über den Testanbieter Everlywell direkt Konsumentinnen an. Begründung: Bis Ärzte die Analyse verordnen und Versicherer sie vergüten, dauere es zu lange. Das zeigt, wie KI-Anbieter den Umweg über die Vergütung zunehmend umgehen.
KI im Gesundheitswesen
eHealth lässt Anrufe während der Medicare-Einschreibefrist von einem LLM-basierten Voice-Agenten vorqualifizieren. Begonnen hat das als Pilot ausserhalb der Bürozeiten. Laut Anbieter werden alle Anrufe sofort angenommen, und die Abschlussquote liegt höher als mit ausgelagerten Callcenter-Mitarbeitenden. Rechtlich verlangte Hinweise laufen bewusst über einen fixen Nicht-LLM-Baustein, zudem waren Compliance und Qualitätssicherung eng eingebunden.
KI im Gesundheitswesen
Teladoc erweitert seine Plattform Solo um zwei KI-Funktionen. SoloScribe erstellt aus Telekonsultationen strukturierte Notizen und überträgt sie ins Klinikinformationssystem; die Funktion ist ab sofort verfügbar. SoloVitals schätzt Puls und Atemfrequenz über die Kamera von Smartphone oder Tablet und soll im Dezember breit lanciert werden.
KI im GesundheitswesenHintergrund
Laut einer ValueQuest-Befragung von 2080 Personen nutzen 55 Prozent KI-Tools regelmässig, aber nur 15 Prozent bewusst für Versicherungsthemen. Am höchsten ist die Akzeptanz bei der Betrugserkennung (37 Prozent) und im Kundenservice (32 Prozent), am tiefsten bei der Prüfung von Leistungsfällen (14 Prozent). Für Krankenversicherer heisst das: KI zuerst in unterstützenden Rollen einsetzen und die Leistungsentscheide transparent halten.