Archiv · Samstag, 24. Oktober 2026

Was heute im Gesundheitswesen zählt

Krankenversicherung, Gesundheitspolitik, Leistungserbringer, Health-IT und KI – kuratiert und auf das Wesentliche verdichtet.

Kurz & bündig

Das Wichtigste in Kürze

  1. 1Diagnose-KI: Microsofts MAI-DxO traf in einer in «Science» veröffentlichten Studie bei schwierigen Fällen in über 80 Prozent die richtige Diagnose, Ärztinnen und Ärzte deutlich seltener. Die Kostenanalyse auf US-Preisen ist für Versicherer interessant, der Praxisbeweis mit echten Patienten steht aber noch aus.
  2. 2Wallis: Mehrere private Spitex-Firmen haben ihre Bewilligung verloren, unter anderem wegen ungenügend ausgebildetem Personal und mindestens einer fehlerhaften Abrechnung an einen Krankenversicherer. Ein Anbieter verrechnete im Schnitt deutlich mehr Pflegestunden pro Patient als der Landesdurchschnitt – ein Fall für die Leistungskontrolle.
  3. 3Cybersicherheit: Health-ISAC zählt im dritten Quartal einen Rekord von 317 Ransomware-Vorfällen im Gesundheitssektor; Gruppen wie ShinyHunters setzen auf Phishing und Vishing gegen Logins. Zur PHP-Lücke wird bekannt, dass erste Hinweise schon 2024 vorlagen.
  4. 4Bundes-Cloud: Dem BIT fehlen offenbar Ressourcen, um die Public-Cloud-Umgebungen des Bundes (u. a. AWS, Microsoft, Oracle) zu betreiben; ein externer Partner soll einspringen, bis die Swiss Government Cloud übernimmt.
  5. 5Mitbewerber: Hirslanden beteiligt sich am Komplementärmedizin-Anbieter Jivita, an dem auch die EGK beteiligt ist – ein weiteres Beispiel für Versicherer-Spital-Kooperationen im Zusatzversicherungsbereich.

Samstagsausgabe mit Meldungen vom 22. und 23. Oktober. Zur CSS gab es seit der letzten Ausgabe keine neuen, prüfbaren Meldungen.

Themen

CSS

Alles zur CSS Versicherung

Keine relevanten Meldungen seit der letzten Ausgabe.

Krankenkassen & Markt

Mitbewerber, Vergleichsportale, Kundenthemen

Krankenkassen & Markt

Hirslanden und EGK setzen gemeinsam auf Komplementärmedizin im Spital

Hirslanden steigt beim Startup Jivita ein, das integrative Medizin in die stationäre Behandlung bringt; die EGK ist bereits seit 2023 beteiligt und ebenfalls im Verwaltungsrat vertreten. Jivita betreut seit Anfang Jahr Patientinnen und Patienten in zwei Zürcher Hirslanden-Kliniken. Für Versicherer zeigt das, wie Mitbewerber Zusatzversicherungsleistungen über Beteiligungen an Leistungserbringern differenzieren.

Medinside
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Krankenkassen & Markt

USA: Molina leidet unter hohen Medicaid-Kosten, hofft auf 2027

Molina hat im dritten Quartal den Gewinn halbiert und die Leistungsquote im Medicaid-Geschäft lag mit 93 Prozent über den Erwartungen. Der Versicherer erhöht seine Annahme zum Kostenwachstum auf 5,5 Prozent, erwartet aber für 2027 höhere Tarife der Bundesstaaten und rechnet wegen der Arbeitspflicht mit dem Verlust von rund 6 Prozent der Medicaid-Versicherten.

Healthcare Dive
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Politik & Regulierung

Bund, BAG, FINMA, Parlament, Kantone

Politik & Regulierung

USA: Bundesstaaten ringen um Umsetzung der Medicaid-Arbeitspflicht

Hunderte Medicaid-Verantwortliche haben sich an ihrer Herbstkonferenz über die Einführung der Arbeitspflicht ausgetauscht, die in weniger als 80 Tagen gelten muss. Besonders unklar ist, wie Ausnahmen für gesundheitlich stark eingeschränkte Personen geprüft werden sollen. Die Reform betrifft die Versorgung von rund 73 Millionen Menschen und die Versicherer im Medicaid-Geschäft direkt.

STAT
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Politik & Regulierung

SoH-Affäre: Solothurner Regierung will keinen kompletten Neustart im Verwaltungsrat

Die Solothurner Regierung lehnt weitreichende Konsequenzen aus den Verstössen bei den Solothurner Spitälern ab, darunter eine Zahlung von über 500'000 Franken an den früheren CEO. Statt den ganzen Verwaltungsrat auszuwechseln, soll ein neues Aufsichtskonzept für Personalfragen kommen. Über eine PUK wird Ende Oktober beraten; die Governance kantonaler Spitäler bleibt ein Thema für die Tarifpartner.

Medinside
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Leistungserbringer & Versorgung

Spitäler, Ärzteschaft, Pharma, Pflege

Leistungserbringer & VersorgungWichtig

Wallis: Mehrere Spitex-Firmen verlieren Bewilligung

Recherchen von RTS und «Le Nouvelliste» zeigen, dass fünf private Spitex-Anbieter im Wallis ihre Bewilligung verloren oder nicht erhielten, unter anderem wegen ungenügend qualifiziertem Personal. Bei einem Anbieter wurde mindestens eine fehlerhafte Abrechnung an einen Krankenversicherer festgestellt, ein anderer verrechnete im Schnitt rund 200 statt der landesweit üblichen 116 Pflegestunden pro Patient und Jahr. Der Kanton begründet seinen Zulassungsstopp mit überdurchschnittlich steigenden Spitex-Kosten.

Medinside
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Leistungserbringer & Versorgung

USZ beurlaubt Direktorin der Anästhesiologie

Das Universitätsspital Zürich hat die Leiterin des Instituts für Anästhesiologie freigestellt, Gründe nennt es nicht. Zwei Kaderärzte übernehmen interimistisch. Es ist nach der Urologie bereits die zweite Führungsbaustelle am USZ innert kurzer Zeit.

Medinside
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Leistungserbringer & Versorgung

Frauenklinik Züri Ost: Neuer Chefarzt ab Frühling 2027

Die Spitäler Männedorf und Uster haben Ioannis Dedes, heute Chefarzt am Kantonsspital Glarus, zum Chefarzt ihrer gemeinsamen Frauenklinik ernannt. Er will das Zwei-Standort-Modell weiterentwickeln und spezialisiertes Wissen an mehreren Standorten anbieten – ein Beispiel für regionale Spitalkooperationen.

Medinside
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Health-IT

Kernsysteme, E-GD, Interoperabilität, Plattformen

Health-ITWichtig

Ransomware im Gesundheitswesen erreicht Rekordwert

Health-ISAC zählt im dritten Quartal 317 Ransomware-Vorfälle im Gesundheitssektor, so viele wie noch nie; der Anteil der Branche an allen Angriffen auf kritische Infrastrukturen liegt deutlich über dem Durchschnitt. Gruppen wie ShinyHunters erbeuten Zugangsdaten per Phishing und Telefonbetrug und greifen dann Daten aus SaaS-Anwendungen ab. Empfohlen werden phishingresistente MFA und verifizierte Rückrufe bei MFA-Resets.

24x7 Magazine
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Health-IT

PHP-Lücken: Hinweise lagen schon 2024 vor

Zu den kritischen PHP-Schwachstellen wird bekannt, dass das PHP-Team bereits 2024 erste Hinweise erhielt und die Behebung verzögerte. In der Schweiz sind laut einer Analyse rund 23'000 Server betroffen, erfolgreiche Angriffe sind weiterhin nicht bekannt. Das BACS empfiehlt, auf unterstützte PHP-Versionen zu wechseln.

Netzwoche
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Health-IT

Bund braucht externe Hilfe für seine Public Clouds

Dem Bundesamt für Informatik fehlen offenbar Ressourcen, um die Public-Cloud-Umgebungen des Bundes bei Alibaba, AWS, IBM, Microsoft und Oracle zu verwalten; ein externer Dienstleister soll einspringen. Langfristig sollen diese Systeme durch die Swiss Government Cloud abgelöst werden. Relevant als Referenz für Multi-Cloud-Betriebsmodelle und Sourcing-Entscheide.

Inside IT
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Health-IT

Smart-Hospital-Ranking: HUG bestes Schweizer Spital

Im Newsweek/Statista-Ranking der digital fortschrittlichsten Spitäler belegt das Universitätsspital Genf weltweit Rang 31, gefolgt vom USZ auf Rang 37 und dem CHUV auf Rang 100. Die Spitze bilden US-Häuser wie Mayo Clinic und Cleveland Clinic. Die digitale Reife der Spitäler bestimmt mit, wie gut sich Datenaustausch mit Versicherern umsetzen lässt.

Medinside
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Health-IT

St. Gallen verabschiedet Strategie für kritische Infrastrukturen

Die St. Galler Regierung hat eine Strategie zum Schutz kritischer Infrastrukturen, Prozesse und Dienste beschlossen; als Szenarien nennt sie unter anderem Cyberangriffe und Medikamentenengpässe. Betreiber kritischer Systeme sollen ihren Schutz regelmässig überprüfen, eine Koordinationsstelle und eine gesetzliche Grundlage sollen folgen.

Netzwoche
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Health-IT

Schaffhausen verschärft Auflagen für Rechenzentren

Neue Rechenzentren im Kanton Schaffhausen müssen ab Dezember neben Energie- auch Treibhausgas- und Wassereffizienz nachweisen; Abwärmenutzung wird belohnt. Die kantonale Informatik lagert ihre eigene Rechenzentrumsinfrastruktur derweil an Standorte ausserhalb des Kantons aus.

Inside IT
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KI im Gesundheitswesen

KI für Patienten, Leistungserbringer und Versicherer

KI im GesundheitswesenWichtig

Microsofts Diagnose-KI schlägt Ärzte im Test – unter Laborbedingungen

Die in «Science» publizierte Studie zu Microsofts MAI-DxO zeigt bei 304 schwierigen Lehrfällen 83 Prozent korrekte Diagnosen, bei Notfallfällen 80 Prozent, Ärztinnen und Ärzte lagen deutlich tiefer. Mit Kostenlimite sanken die simulierten Testkosten pro Fall stark, allerdings auf Basis von US-Preisen und vorbereiteten Falldossiers statt echter Patienten. Für Versicherer ist vor allem der Ansatz interessant, Diagnosequalität und Abklärungskosten gemeinsam zu optimieren.

Netzwoche
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KI im Gesundheitswesen

HIMSS-Umfrage: Klinikleitungen wollen KI-Schulung, Governance hinkt hinterher

In einer Befragung von 525 klinischen Führungskräften wollen über 90 Prozent sich gezielt in KI weiterbilden, und eine grosse Mehrheit erwartet neue Berufsbilder. Nur ein knappes Drittel bestätigt jedoch klar geregelte Governance-Prozesse für KI; in Europa ist die Strategie häufiger geklärt als in Nordamerika. Effizienzgewinne sollen vor allem in Qualität und Personal statt in mehr Durchsatz fliessen.

Healthcare IT News
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