Leistungserbringer & VersorgungWichtig
Weil sich die Rechnungsstellung nach der Tardoc-Einführung und einem Softwarewechsel verzögert, hat der Kanton Waadt dem CHUV bis Ende September Liquiditätsvorschüsse von 427 Mio. Franken gewährt, verzinst mit einem Prozent. Ambulante Leistungen von über 260 Mio. Franken sind noch nicht verrechnet, eine Normalisierung wird erst Anfang 2027 erwartet. Auch Deutschschweizer Spitäler warten auf Millionen. Für Versicherer bedeutet das verschobene Kosten und gebündelte Rechnungen, die Versicherte mit hoher Franchise stark belasten können.
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Nach rund zehn Monaten Bauzeit hat das Spital Bülach seine neue Rettungswache direkt bei der Autobahnzufahrt Bülach Nord in Betrieb genommen. Der Bau kostete sieben Mio. Franken. Am bisherigen Standort entsteht ein neuer Behandlungstrakt, und der Rettungsdienst soll Teile der Region schneller erreichen.
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Laut einer Recherche der RTS-Sendung «À bon entendeur» teilen einzelne Spezialisten seit dem Tardoc-Start Behandlungen auf mehrere Konsultationen auf, was die Rechnungen erhöht. Eine Walliser Augenklinik begründet das medizinisch, Ständerat Baptiste Hurni (SP) hält einzelne Praktiken für unzulässig. Ein Gastroenterologe kritisiert umgekehrt, dass manche Leistungen unter Tardoc nicht kostendeckend seien. Für Versicherer ist das ein Hinweis, wo die Rechnungskontrolle ansetzen sollte.
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Der erst im Juni 2025 gegründete Pflege-Dachverband Alliance Care hat seine Auflösung und den Konkursantrag beschlossen. Die Einnahmen blieben deutlich unter den Erwartungen, die Mitgliederzahl wuchs nicht wie erhofft; bereits Ende Juni mussten 17 von 91 Mitarbeitenden gehen. Die SBK-Sektionen Bern und Basel sind unterschiedlich betroffen. Der Pflege fehlt damit vorerst eine starke gemeinsame Stimme in Tarif- und Versorgungsfragen.
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Das Kantonsspital Obwalden trennt sich im gegenseitigen Einvernehmen per sofort von CEO Peter Werder, der das Spital seit Februar 2023 führte. Der Verwaltungsrat begründet den Schritt mit dem Bedarf nach neuen Kräften. Das Spital soll Teil der LUKS-Gruppe werden; interimistisch übernimmt der frühere UPD-Chef Josef Müller.
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HOCH Health Ostschweiz eröffnet Ende November eine ambulante Aussenstelle der Augenklinik an der St. Leonhardstrasse in St. Gallen. Angeboten werden Diagnostik, komplexe Brillen- und Kontaktlinsenanpassungen, kleinere Lideingriffe und intravitreale Injektionen. Ein weiteres Beispiel für die Verlagerung von Spitalleistungen in den ambulanten Bereich.